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Preussag Outperformer


03.12.2001
LB Baden-Württemberg

Achim Wittman, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), bewertet die Preussag-Aktie (WKN 695200) mit Outperformer.

Im Rahmen eines konsequent durchgeführten Konzernumbaus sei Preussag zum weltweit größten integrierten Touristik-Konzern aufgestiegen. Im Zuge der weiteren Bereinigung des Konzernportfolios solle das Kerngeschäft Touristik in den kommenden Jahren einen Anteil von 80% am Konzernumsatz erreichen. Die restlichen 20% würden sich dann auf die Bereiche Logistik und Energie verteilen.


In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2001 habe Preussag einen Umsatz von 18,3 Mrd. Euro erreicht und damit im Rahmen der Erwartungen gelegen. Unterhalb der Erwartungen habe der Konzern dagegen beim Ergebnis gelegen (EBTA). Dieses habe nach neun Monaten 832 Mio. Euro betragen. Während die Touristik ansprechende Erträge geliefert habe, hätten vor allem Belastungen aus dem Verkauf von Anteilen an Babcock sowie Verluste aus der Gebäudetechnik hingenommen werden müssen.

Das für die Touristik wichtige Sommergeschäft sei bis Mitte September sehr gut. Die Auswirkungen der Terroranschläge hätten sich dann in zurückhaltenderen Buchungen im Oktober gezeigt. Auf das Sommergeschäft insgesamt, das bis Ende Oktober laufe, sollten die Auswirkungen jedoch eher begrenzt gewesen sein. Die Buchungen für die seit 01. November laufende Wintersaison hätten in den letzten Wochen zugenommen. Die Umsatzzahlen lägen jedoch insgesamt noch unter dem Vorjahresniveau. Buchungsrückstände gebe es im Hinblick auf die Sommersaison 2002. Prognosen für den weiteren Verlauf seien vom Unternehmen nicht gegeben. Entscheidend für eine fundierte Einschätzung würden in diesem Zusammenhang die Monate Januar und Februar sein. Für den deutschen Reisemarkt gehe Preussag weiterhin von einem Zuwachs von rund 2% aus. Da diese Einschätzung allerdings mit einiger Unsicherheit behaftet sei, bereite sich auch Preussag auf mögliche Kapazitätskürzungen bei einer schwächeren Entwicklung vor.

Auf Basis der Neun-Monats-Zahlen habe man die Ergebnisschätzungen deutlich reduziert. Die Prognosen für das nächste Jahr unterlägen dabei einer hohen Unsicherheit. Für die Touristik gehe man jedoch weiterhin von Zuwachsraten aus. Positive Indikatoren dafür könnten aber noch etwas auf sich warten lassen, da die Urlaubsbuchungen insbesondere auch im jetzigen Umfeld immer kurzfristiger würden.

Für die Aktie sehen die Experten der LBBW ausgehend vom aktuellen Kursniveau auf mittlere Sicht ein eher positives Chance-Risiko-Verhältnis, so dass sie ihr Rating als Outperformer beibehalten.




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